Die betriebliche Gesundheitsförderung ist ein wesentliches Anliegen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Die Gründe dafür sind vielfältig: der Wunsch, seinen Mitarbeitenden Gutes zu tun; die Reduzierung ihrer Fehlzeiten durch ernährungsbedingte Krankheiten; die Erhöhung ihrer Leistungsfähigkeit durch eine nährreiche Mittagspause; oder die Erfüllung des sozialen Versorgungsauftrags. Das Wohlbefinden der Mitarbeitenden steht im Vordergrund – nicht zuletzt auch aus unternehmerischen Gründen. Denn geht es den Kollegen und Kolleginnen gut und sind sie in ihrer Kraft, geht es auch dem Unternehmen gut.

Gesundheitsförderung und Klimaschutz gehen auf dem KlimaTeller Hand in Hand

KlimaTeller in der Betriebsgastronomie anzubieten ist eine konkrete Maßnahme des betriebliche Gesundheitsmanagements. Der KlimaTeller entspricht den gängigen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), den Merkmalen des Konzepts IN FORM, den Merkmalen eines Job&Fit und eines mensaVital Gerichts.

DGE Empfehlungen für eine gesundheitsfördernde Ernährung

Seit 1956 formuliert die DGE 10 Regeln für eine genussvolle und gesundheitsfördernde Ernährung. Empfohlen wird, sich abwechslungsreich zu ernähren. Dabei machen pflanzliche Lebensmittel den größten Anteil aus, bevorzugt Gemüse, Obst und Vollkornprodukte. Hinzu kommen In erster Linie pflanzliche Öle wie beispielsweise Rapsöl und daraus hergestellte Streichfette. Kurz erläutert werden die 10 Regeln unter www.dge.de/10regeln. Dort sind sie auch als Infoblatt verfügbar.

Geprüfte IN FORM Rezepte in Kooperation mit der DGE

Geprüfte IN FORM-Rezepte sind am Logo „Empfohlen von IN FORM in Kooperation mit der DGE“ zu erkennen. Für die Auszeichnung eines Rezeptes bzw. Gerichtes müssen definierte Bewertungskriterien erfüllt werden. Die Kriterien betreffen die Auswahl der Zutaten, die Zubereitungsart und die Nährstoffzusammensetzung. Es wird dabei u. a. auf den Einsatz von Gemüse, Obst und Vollkornprodukten Wert gelegt. Bei der Zubereitung sind schonende Garmethoden wie Dünsten zu bevorzugen. Panierte oder frittierte Gerichte werden nicht ausgezeichnet. Ebenso werden die Rezepte auf den Nährstoffgehalt überprüft. Der Genuss spielt beim Essen eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund müssen die Rezepte auch geschmacklich überzeugen. Hier finden Sie die Kriterien von Geprüfte IN FORM-Rezepte.

JOB&FIT – der Standard für die Betriebsverpflegung

JOB&FIT ist der DGE Qualitätsstandard für die Betriebsverpflegung und ist eingebettet in das Konzept „IN FORM in der Gemeinschaftsverpflegung“. Entspricht die Auswahl der Lebensmittel, die Speisenplanung und die Zubereitung dem Qualitätsstandard können sich Betriebe durch die JOB&FIT-Zertifizierung auszeichnen lassen. Ist der Speisenplan zusätzlich nährstoffoptimiert können die Betriebe die JOB&FIT-PREMIUM-Zertifizierung erhalten.

mensaVital

Unter der Marke mensaVital werden in vielen Studentenwerken bundesweit Gerichte angeboten, die besonders vitaminschonend und fettarm, ohne Geschmacksverstärker und mit frischen Zutaten zubereitet werden. Ein hoher Anteil an frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und hochwertige Pflanzenöle wie Raps- oder Olivenöl, fettreduzierte Milchprodukte machen die mensaVital Gerichte aus. Frittierte oder panierte Speisen, hochverarbeitete Fette, Frittieröl oder Butterschmalz sowie Convenience-Klassiker sind in der mensaVital-Küche tabu.

Die folgende Übersicht stellt dar, welche der Empfehlungen beziehungsweise Merkmale der genannten Konzepte bei der Zusammenstellung von KlimaTellern gelten:

DGE Empfehlungen IN FORM Job & Fit mensaVital
Vielfalt Vielfalt/Abwechslung ausgewogen
Gemüse Gemüse, Salat Gemüse, Salat (saisonal) Gemüse
Obst Obst Obst (saisonal) Obst
Vollkorn (Vollkorn)Getreideprodukte (Vollkorn)Getreideprodukte Vollkornprodukte
Kartoffeln Kartoffeln fettarm
tierische Lebensmittel als Ergänzung (Beilage) max. 300g bis 600g pro Woche max. 150g Fisch und Fleisch pro Portion max. 2x Fleisch pro Woche, mind. 1 x Fisch pro Woche frische Zutaten
hochwertige pflanzliche Fette (z.B. Rapsöl) hochwertige pflanzliche Fette (z.B. Rapsöl, Olivenöl) hochwertige pflanzliche Fette (z.B. Rapsöl) regionale Zutaten
fettarme Milchprodukte fettarme Milchprodukte ökologische Herstellung
vegetarisch artgerechte Tierhaltung
vegan/vegetarisch


Was den KlimaTeller ausmacht

Ein KlimaTeller besteht überwiegend aus pflanzlichen Lebensmitteln wie Getreide und Getreideerzeugnisse, Kartoffeln, Gemüse, Salate und Obst, Hülsenfrüchte und pflanzliche Öle. Das empfehlen auch die Konzepte von DGE bis mensaVital. Diese Zutaten verursachen deutlich weniger Treibhausgase als beispielsweise rotes Fleisch wie vom Rind, Lamm und Schwein, tierische Fette wie Butter oder Milchprodukte wie Käse und Sahne.

Bei der Auswahl der Zutaten ist bei einem KlimaTeller nur noch eines zu beachten: Die ausgewählten Zutaten haben – vom Acker bis in die Küche – geringe Emissionen verursacht und insgesamt nicht mehr als 50 Prozent als jene auf einem durchschnittlichen Teller. Eine Orientierung für die Zutatenwahl bietet das KlimaTeller Küchenposter „Zutaten für die klimafreundliche Küche“ und konkrete Emissionswerte für einzelne Zutaten oder Zutatengruppen gibt die KlimaTeller App aus.

Besonders klimafreundliche Restaurants und Kantinen achten bei der Wahl ihrer der Zutaten außerdem darauf, ob sie saisonal sind, wie weit sie transportiert wurden und ob sie aus öko- logischem Anbau stammen. Denn diese Qualitätsmerkmale beeinflussen die Klimabilanz des Gerichts außerdem positiv. Warum das so ist lesen Sie hier.

Über die Menülinien hinweg können die klimafreundlichen IN FORM, JOB&FIT oder mensaVital Gerichte auf dem Speisenplan bzw. der Speisekarte als KlimaTeller ausgezeichnet werden. KlimaTeller Partner erhalten dafür die KlimaTeller Auszeichnung.